Für fachlichen Austausch und Einblicke in den praktischen Anlagenbetrieb besuchten wir die Statkraft Deutschland und mehrere ihrer Wasserkraftstandorte. Das norwegische Unternehmen gilt als größter Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa und blickt auf über 125 Jahre Erfahrung in der Nutzung erneuerbarer Energie zurück.
In der Vergangenheit hat Statkraft bei uns mehrere Umbauten auf bürstenlose Erregersysteme mit Dioden durchführen lassen. Ziel dieser Maßnahmen war es, die Wartungsanfälligkeit klassischer Bürstensysteme zu reduzieren, die Betriebssicherheit zu erhöhen und die Lebensdauer der Generatoren langfristig zu sichern.
In Deutschland betreibt Statkraft zehn Wasserkraftwerke. Der Großteil der Anlagen befindet sich jedoch in Norwegen, wo rund 99 Prozent der gesamten Stromerzeugung aus Wasserkraft stammen. Weltweit deckt Wasserkraft etwa ein Sechstel der gesamten Stromversorgung ab und zählt damit zu den wichtigsten erneuerbaren Energiequellen.

Fachlicher Austausch vor Ort
Im Rahmen unseres Besuchs fand eine ausführliche Anlagenbegehung gemeinsam mit Herrn M. Böhme und Herrn G. Dehmel statt. Der direkte Dialog mit den technischen Verantwortlichen ermöglichte wertvolle Einblicke in Betriebsabläufe, Instandhaltungsstrategien und praktische Erfahrungen im täglichen Kraftwerksbetrieb.
Besichtigt wurden die Wasserkraftwerke:
- Wasserkraftwerk Petershagen
- Wasserkraftwerk Landesbergen
- Wasserkraftwerk Dörverden
Diese Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen, nachhaltigen Energieversorgung.
Technische Ausstattung der besichtigten Anlagen
In den Kraftwerken sind Siemens-Generatoren mit folgenden Kenndaten im Einsatz:
- 3 × 3000 kVA
- Nennstrom: 274 A
- Spannung: 6300 V
Die Energieerzeugung erfolgt über drei Kaplanturbinen mit folgenden Betriebsdaten:
- Maximale Leistung: 3 × 3400 PS
- Drehzahl: 69 / 500 U/min
- Fallhöhe: 3,56 m
- Durchfluss: 66,7 m³/s
Die Kombination aus leistungsfähiger Turbinentechnik und robusten Generatoren ermöglicht einen zuverlässigen Dauerbetrieb unter konstanten Betriebsbedingungen.
Der Besuch bot eine wertvolle Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zwischen Betreiber und technischem Partner. Solche Vor-Ort-Termine fördern das gemeinsame Verständnis für Anlagenbetrieb, Modernisierungsmöglichkeiten und zukünftige Anforderungen an die Wasserkraft als stabile Säule der erneuerbaren Energieversorgung.
Video ansehen.









